Samstag, 27. Februar 2010
Lebenslänglich
Freitag, 26. Februar 2010
Es wurde ein Problem festgestellt
Am Ende des zweiten Aktes ist der Mord eben vollbracht, die angehende Leiche haucht eben ihre letzten Züge aus und gleitet ins Jenseits. Die Übertitelung in deutscher Sprache wechselt die Hintergrundfarbe auf blau. Es erscheint der Text: "Es wurde ein Problem festgestellt. Windows wird heruntergefahren..."
Montag, 14. Dezember 2009
Was Aliens alles nicht dürfen
Aber wie ist das jetzt eigentlich genau? Zum Beispiel, wenn ich jetzt ein Alien im Besitz einer gültigen Arbeitserlaubnis bin, die aber von einer inkompetenten Behörde ausgestellt wurde? Oder kann die per definitionem höchstens eine ungültige Arbeitserlaubnis ausstellen, und die bringt mir ja dann als normal sterblichem Alien nichts.
Die Schwierigkeit für die Judikatur liegt vor allem auch darin, Präzedenzfälle zu finden. Die Anzahl der Aliens, die mit Arbeitserlaubnis einer inkomptetenten Behörde in China angestellt und bei der Schwarzarbeit erwischt wurden, hält sich wahrscheinlich in engen Grenzen.
Die Verbotene Stadt
Im Moment jedoch empfinden wir es als recht angenehm, dass wir zum Beispiel im klitzekleinen Teehaus im kaiserlichen Garten noch spielend leicht Platz finden, unser Heißgetränk im Sitzen einzunehmen. So ziehen wir durch die ganze große Stadt, um in der Abendsonne noch den Kohlehügel zu erklimmen.
Sogar zu unserer Peking-Ente kommen wir noch am Flughafen. Allerdings haben die Erwartungen die diesbezügliche Realität bei weitem übertroffen.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Wir sind dann mal weg
wir sind in China. Das liegt zwar nicht geografisch am Weg nach Vietnam, aber ökonomisch. In dem Sinne, dass Air China günstige Flüge München - Peking - Ho Chi Minh City anbietet, die uns auch noch anderthalb Stopp-Over Tage hier bescheren.
Nach zwei Schritten raus aus dem Hotel sprechen uns zwei Kunststudenten an, die um die Ecke ihre Werke zufällig noch den letzten Tag zeigen... Wir lassen uns drauf ein und folgen ihnen in das übernächste Haus. Einen kurzen Moment beschleicht uns ein mulmiges Gefühl, als wir mit dem Lift grad ins vierte Untergeschoß fahren, wo schließlich tatsächlich eine kleine Gallerie aufgebaut ist. Die Werke sind sehr traditionell und die Enttäuschung groß, dass heute keine Kunst von Peking in die Schweiz verkauft wird.
Für den Lama Tempel bleibt gerade mal eine Stunde. Der Stil erinnert an Tibet bzw., da ich dort noch nie war, erinnert mich die Anlage an das Bild, das ich von Tibet habe. Das verwundert ja nicht beim Lama Tempel. Mehr hingegen verwundert mich, dass, vereinzelt aber doch, die Chinesen im Tempel auch beten (dürfen). Wir hingegen frieren in erster Linie. Vom Schneefall vor einem Monat sind die letzten Reste noch sichtbar, entsprechend dünn gesät sind um diese Jahreszeit die Tage mit Tauwetter.
Wir tauen erst wieder in einem vegetarischen Restaurant auf, wo an diesem späten Sonntagnachmittag verschiedenstes Publikum hereinschneit: Vom Familienausflug bis zu allein stehenden jungen Frauen, die einen solchen für die Zukunft anbahnen wollen...
Gestärkt lassen wir uns zum Tian'anmen-Platz fahren. Das vordere Tor ist schön beleuchtet. Die Kälte kriecht abends feucht durch die Jacke. Im Dashalan Viertel sehen wir uns plötzlich in einer Strasse wie einer kolonialen Filmkulisse. Historische Gebäude wurden wieder aufgebaut und beherbergen jetzt Starbucks & Co. Eine historische Straßenbahn gleitet inmitten dieser künstlichen Welt.
Montag, 23. November 2009
"..." (Ficus, vor sich hin stummend)
Mein Ficus Benjamin grünt wieder. Dafür tickt mein Wecker nicht mehr richtig.
Sonntag, 22. November 2009
Die Sein
So ein Novembersonntagnachmittag in Zürich hat einiges zu bieten. Nicht nur ein völlig authentisches Novembergrau beim Spaziergang an der Promenade, das völlig stilecht in einen feuchtkalten Nieselregen übergeht, rechtzeitig bevor um dreiviertel vier sich die Dämmerung unbarmherzig über die Stadt hermacht.
Nein - Zürich bietet auch die bunte Blickfang. Richtig gelesen: Die Blickfang. Ihres Zeichens internationale Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck. Wenn auch das Kongresshaus dafür höchstens einen Rahmen bietet, der kaum noch als retro-schick zu bezeichnen ist.
Jedenfalls tritt man ein und taucht augenblicklich in eine andere Welt. Plötzlich umgeben einen ausschließlich extrem stylische Menschen. Nicht die aufgebrezelten Einheitstussies vom Freitagabendausgang. Nein, jede und jeder in seinem ganz persönlichen Outfit. Teuer, aber nicht von der Stange. Da kommt man sich als durchschnittlich gekleiderter Hetero beinahwie ein Alien vor.
Trotzdem werden konsequent alle drei Stockwerke abgeklappert. Um beim Ausgang auf die coolste Wanduhr aller Zeiten zu stoßen. Die heißt QlockTwo und beweist zum ersten Mal seit der Kuckucksuhr, dass die Schweiz eben nur am Handgelenk die Nase vorne hat.